NFTs – Was sie sind, ihre Geschichte und der Hype

Kaum ein Begriff hat die Krypto-Welt in den letzten Jahren so stark geprägt wie „NFT“. Millionenbeträge wurden für digitale Bilder bezahlt, Prominente sprangen auf den Zug auf und plötzlich sprach die ganze Welt über digitale Kunstwerke und Sammelobjekte. Doch was steckt hinter NFTs, wie sind sie entstanden und warum haben sie so viel Aufmerksamkeit erzeugt?

Was sind NFTs?

NFT steht für „Non-Fungible Token“. Übersetzt bedeutet das „nicht austauschbarer Token“. Während ein Bitcoin oder ein Euro immer gleichwertig mit einem anderen ist, besitzt ein NFT eine individuelle Identität. Jeder Token ist einzigartig und kann bestimmte Eigenschaften oder Inhalte repräsentieren – zum Beispiel ein digitales Kunstwerk, ein Musikstück, ein In-Game-Item oder sogar ein Ticket.

Technisch gesehen handelt es sich bei NFTs um Einträge auf einer Blockchain, meist basierend auf Ethereum und dem Standard ERC-721. Dieser Standard ermöglicht es, Token mit einzigartigen Eigenschaften zu erstellen, die eindeutig nachweisbar sind. Damit wurde es erstmals möglich, digitales Eigentum fälschungssicher darzustellen.

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Die Geschichte

Die ersten Experimente mit nicht-fungiblen Token begannen schon früh. Bereits 2014 entwickelte der Künstler Kevin McCoy ein Projekt namens „Quantum“, das oft als erstes NFT der Geschichte gilt. Richtig bekannt wurden NFTs jedoch erst mit CryptoKitties im Jahr 2017. Dabei konnten Nutzer digitale Katzen züchten, sammeln und handeln – jede davon einzigartig. Dieses Spiel führte zeitweise sogar dazu, dass die Ethereum-Blockchain überlastet war.

Der große Durchbruch kam zwischen 2020 und 2021. Projekte wie NBA Top Shot, die digitale Sammelkarten der Basketball-Liga anboten, und vor allem CryptoPunks oder Bored Ape Yacht Club zogen weltweit Aufmerksamkeit auf sich. Millionenbeträge wurden für einzelne NFTs gezahlt, was zu einem regelrechten Medien-Hype führte.

Der Hype

Der Hype um NFTs entstand aus mehreren Gründen. Zum einen war die Idee, digitales Eigentum eindeutig nachzuweisen, revolutionär. Zum anderen spielten soziale Faktoren eine große Rolle. Wer ein seltenes NFT besaß, konnte dies öffentlich in sozialen Netzwerken oder auf Plattformen wie OpenSea zeigen – ein digitales Statussymbol entstand.

Dazu kam die Spekulation. Viele Anleger hofften, durch den Kauf und späteren Verkauf von NFTs hohe Gewinne zu erzielen. Als prominente Künstler, Musiker und Sportler begannen, eigene NFTs herauszugeben, verstärkte sich das Interesse weiter. Besonders spektakulär war der Verkauf des digitalen Kunstwerks „Everydays: The First 5000 Days“ von Beeple, das 2021 bei Christie’s für über 69 Millionen Dollar versteigert wurde.

Everydays: the First 5000 Days – Beeple

Fazit

NFTs sind eine der spannendsten Innovationen der Krypto-Welt. Sie haben gezeigt, dass sich digitales Eigentum auf völlig neue Weise darstellen und handeln lässt. Auch wenn der große Hype vorerst abgeflaut ist, bleibt die Technologie relevant und könnte in vielen Branchen Anwendung finden – von Kunst und Gaming bis hin zu Ticketing und Urheberrechten. Für Anleger gilt jedoch: Der Markt ist hochspekulativ, und nicht jedes NFT wird im Wert steigen. Doch als technologischer Meilenstein haben NFTs die digitale Welt nachhaltig verändert.

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